Gesundheit als Religion?

Ein Artikel der mir in vielerlei Hinsicht aus der Seele spricht. Eine Gesellschaft die den Verlust von Gesundheit als Versagen definiert fördert die Ausgrenzung und Stigmatisierung der von Krankheit Betroffenen. Wir müssen lernen uns den Ängsten zu stellen, mit denen die Themen „Krankheit, Sterben und Tod “ besetzt sind, damit sie nicht weiterhin mit Hilfe der beschriebenen „Gesundheitsreligion“ auf Kosten der Betroffenen abgewehrt werden müssen.

romanticker-carolinecaspar-autorenblog.com

In einer Zeitung las ich, dass Gesundheit heutzutage nicht mehr als reine Abwesenheit von Krankheit bewertet wird. Könnte einem ja eigentlich schnuppe sein. Die Auswirkungen jedoch, die ich selbst auch zunehmend beobachte, sind es mir nicht.

Verallgemeinerte Normen zu BMI, Fremdverordnung der wöchentlichen Sportdosis, maßlose Verteufelung von Genussmitteln, extreme Zunahme alles versprechender Nahrungsergänzungsmittel. Selbstoptimierung wird zum Diktat und damit gleichzeitig impliziert, mit dem richtigen Verhalten sei ein immerwährend optimal funktionierender und der Norm genügender Körper möglich.

Die Verantwortung für das Auftreten körperlicher und auch mentaler Unzulänglichkeiten wird dem Einzelnen zugeschrieben. Also muss jeder, dem solches geschieht, mit Schuldzuweisung und missionarischen Ansprachen rechnen – das kann ich ja gerade leiden!  Man muss schließlich „gesündigt“ haben, wenn die Maschine nicht optimal läuft. Man wird misstrauisch beäugt.  Die „Strafe“ folgt auf dem Fuße. Das mag erträglich sein für den, der nur mal eine Erkältung oder Rückenschmerzen hat. Furchtbar fühlt es sich an für…

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